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oben: auf Seide gemalte Kunstwerke des Wiener Malers und Arzt Dr. Gerhard Kitzler. Von links: Pechvogel, Feuervogel, Verlockung, Wasserspiele, Windauge, Redeschwall, Geborgenheit, Fruchtbarkeit, Hygieia 1 und Augenlicht.

SUMMERTIME 7.7.-11.8.2013 im KUNSTHOF SCHLOSS REINHARZ

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oben: Malereien von links Annemarie Wieser, ein Gladiolengesang, im Spiegel, Auf der Schaukel und Liebespaar nach oben schauend. Astrid Grauer Das Spiel mit dem Apfel, Fallende und Innbilder des Getriebenseins ..oder.. Fahrt zu den Urgründen zurück.

Sommerzeit im KUNSTHOF SCHLOSS REINHARZ

Einen besonderen Genuss erwartete die Besucher der Kunstausstellung SUMMERTIME (7.Juli bis zum 11. August) im Kunsthof Schloss Reinharz. Zum dritten Mal gestalten Summertime 13 derzeitige KünstlerInnen unserer Epoche aus Deutschland, Österreich und Schweiz mit  ihren Bildwerken. Es ist spannend zu sehen was im Einzelnen Künstler mit Sommerzeit in Assoziation stellen.
Die Besucher erwartete zur Ausstellungseröffnung am 7.7. von 15 bis 18 Uhr ein besonderes bòn mót, nicht geschrieben und doch auf Papier, das beständig erfreuen kann;  eine signierte Serigrafie die sich jeder Besucher aus dem Zyklus Sommerzeit von Axel-Alexander Ziese, dem Kurator der Ausstellung auswählen konnte. Zur Midissage am Sonntagnachmittag, dem 21. 7. wiederholt der Kunsthof die Aktion mit einer weiteren Serigrafie, die der Fotograf Dieter Klaas,  heuer  mit ‚summa cum laude‘ ausgezeichneter Preisträger im 14. Offenen Kunst-Preis, in Namibia geschossen hatte – kein Löwe, kein Elefant noch sonst ein Tier, sondern ein skurriles anzusehendes Menschenwerk, das bei www.13-okp.de/html/klaas_11.html abgebildet ist. Übrigens ist die Ausstellung jedes Wochenende von 15-18 Uhr für alle Besucher offen. An den Werktagen außer Freitag sollten telefonisch die Besuchstermine abgesprochen werden.  

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oben: Digitalpainting von Axel-Alexander Ziese: Nachtflug ins Traumland, Andamoon, Rosulp einer Blüte, grünblau, kleine violette Orchideen und rechts Kalokagathie eine Mineraldispersion auf Holz.

unten: von links: Ölgemälde Weinberg I und Weinberg II von Monika Schönbacher-Frischenschlager. Rechts daneben Francesco Demetz la Rives mit zwei Öl-Arbeiten Der Spiegel und Ewig Gebährende. 

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oben: drei Ölbilder (links) von Oskar Czerwenka: Tessin, Ausflug in die Provence, Winterföhn. In der Mitte: zwei Arbeiten Akt mit Blumen und Doppelakt von Winrich Rütjer Rühle. Rechts: zwei Arbeiten Aufgewühlte See und Träumen im Garten von Uwe Svensson. 

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links: drei Digitalpaintings, Engel fliegen höher, liegender Akt und RotBlau von Dieter Klaas. Daneben acht Kunstwerke Der Sonne entgegen, Die kleine Stadt träumt von der Mondnacht, Der Versuch in andere Welten hineinzudenken; rechtes Bild: Der Clown in der Höhle, Tag und Nachtträume, Die Kathedrale der glücklichen Momente, Das nächtliche Paradies ist der Atem des Traumens, Diplomatische Brückenschlag der Unverständlichkeit.  

Über 60 Kunstwerke sind dieses Jahr bei ‚Summertime‘ und im Skulpturenpark zu sehen. Drei ausgestellte Kunstwerke stammen von  Professor Oskar Czerwenka (gest. 2001).  Sein Debüt als Sänger gab er 1947 in Graz. 1951 wurde Czerwenka Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er bis 1986 blieb. Er sang an fast allen großen Opernhäusern der Welt, darunter 1958 erstmals an der Metropolitan Opera. Hinzu kamen Gastspiele bei den Salzburger Festspielen (ab 1953) und den Bregenzer Festspielen. Mit auf Seide gearbeiteten Gemälden nimmt der Obmann des österreichischen Ärztekunstvereins und Mediziner Dr. Gerhard Kitzler an der Ausstellung teil. Vom  Südtiroler Maler Francesco Demetz la Rives (gest. 2007) sind zwei Sommergemälde aus den 70er Jahren und Zeichnungen zu sehen.  Michael Jansen zeigt in zehn surrealen, symbolistischen Werken sich anders als von der Realität erwartet wird. Seine surrealen Symbolismen verschließen, verbergen, verhüllen und maskieren sich vor dem Realen in rätselhaften Geschichten, die vom Betrachter zu enträtseln sind. 

Die Künstlerinnen Annemarie Wieser, Astrid Grauer, der Fotograf Dieter Klaas und Axel-Alexander Ziese als digital-painter setzen mit ihren Arbeiten besondere, eigene Akzente in der Ausstellung.  Winrich-Rütjer Rühle’s  frühes Tafelbild aus den 1970er Jahren ‚Akt mit Blumen‘ ist mehr als ein Sommerbild, es ist ein Akt der Lebensfreude. Monika Schönbacher-Frischenschlager ist mit zwei Impressionen zum Thema Weinberg an der Ausstellung beteiligt und einen Vorgeschmack auf die danach kommende Jahreszeit, den Herbst in Island, hat  die Schweizerin  Kornelia Fröhlich-Grassmann geschaffen und sagt dazu: „Bei meinen Bildern geht es mir um das innere Erleben, ich versuche sozusagen die Seele dessen, was ich sehe, darzustellen.“

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Edmund Golawski  * 1948 in Gleiwitz/Polen. Er war in seiner Heimat einer der erfolgreichsten Jungfilmer. Um der Freiheit des Denkens Willen, brach er mit dem damals herrschenden starren, kommu-
nistischen System und übersiedelte 1981 nach Deutschland. Seitdem sind seine Schaffensbe-
reiche Eisenskulpturen, Grafik, Malerei und Design. Edmund Florian Golawski fertigt die Skulpturen, indem er seine abstrahierten, formreduzierten Grafiken in Eisen umsetzt.

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oben: Edmund Golawski, 4 Paare aus der Gruppe Kommunikation, 4-Kanteisen, Lochbleche, Figuren menschengroß.

Er integriert die Menschen als vergänglichen Teil der Umwelt, wobei er die Figuren nur noch umreißt und den Innenraum freilässt. Eine zentrale Thematik ist die des Zwischenmenschlichen von Mann und Frau, die sich simultan in Beziehungen begeben und in Liebe zuwenden oder in schmerzhaften Prozessen voneinander abwenden. Der Künstler arbeitet heute unter dem Pseudonym GOLA.

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oben: Skulpturen von Ruth Nossenheim, links: Die Giraffe, Kupfer, H: 170 cm, 1974; Mitte: Masse Mensch mit Aussenseiter, Schiffstahl, H: 140 cm, 1986; rechts oben: Auerhahn, Kupfer; rechts: Hühnerhoffamilie, Schiffstahl, H: 85 cm

Ruth Nossenheim  * 1914 in Berlin, gest. in Husum. In einem Alter, in dem sich die Menschen normalerweise zur Ruhe setzen und auf ein gelebtes Leben zurückblicken, hat Ruth Nossenheim ihr Hauptwerk begonnen. Mit 55 Jahren hatte sie angefangen, sich intensiv mit der Bildhauerei auseinanderzusetzen und war am Anfang recht konventionelle Wege gegangen. Fünfzehn Jahre später, als sie bereits großen Erfolg mit ihren Arbeiten in Kupfer hatte, fing sie an, mit gebrauchtem Schiffstahl, also mit Schrott, zu arbeiten und damit ganz neue Wege zu beschreiten.
 

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